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Über 95 % aller Feuerwehrleute in Deutschland verrichten ihren Dienst freiwillig. Im Flächenland Rheinland-Pfalz gibt es gerade einmal fünf reine Berufsfeuerwehren. In der Hauptsache sind damit die Freiwilligen verantwortlich für die Sicherheit ihrer Mitmenschen – so auch in Westhofen.
In seinem Rückblick berichtete Wehrführer Daniel Parker über den Einsatz der Frauen und Männer seiner Wehr im vergangenen Jahr. Insgesamt 87 Mal wurde die Feuerwehr benötigt, dabei waren auch markante Einsätze wie der Brand des Vereinsheims des VfL Gundersheim oder ein Wohnungsbrand Ende des Jahres in Bechtheim.
Zusätzlich zu den bekannten Aufgaben der Feuerwehr setzen sich einige Kameradinnen und Kameraden seit 2004 als „Helfer vor Ort“ für die Verbesserung der Erstversorgung von Notfallpatienten in und um Westhofen ein. Neben der Verbesserung der Erstversorgung konnten die Helfer auch in einigen der 101 Einsätze ihren Patienten das Leben retten, so erst kürzlich auch wieder bei einem Einsatz im benachbarten Osthofen.
Damit die Einsatzkräfte möglichst gut auf ihrer Aufgaben vorbereitet sind führt die Feuerwehr ein umfangreiches Aus- und Fortbildungsprogramm durch. Auch hierbei gab es Highlights, wie z.B. die Tag-Nacht-Übung auf dem Truppenübungsplatz Baumholder, bei der ein leerstehendes Gebäude für eine Brandbekämpfungsübung und ein ausgesonderter Unimog für eine Übung zum Thema Technischer Hilfeleistung von der Standortverwaltung zur Verfügung gestellt wurden.
Der Förderverein unterstützt die Feuerwehr mit Hilfe finanzieller Mittel bei der Anschaffung z.B. von Arbeitsgeräten, zusätzlicher Schutzausrüstung oder bei der Gestaltung von Festen und Ausflügen oder auch bei der Förderung der Kameradschaft. Der erste Vorsitzende Friedrich Bork konnte viele positive Punkte aus dem Jahr 2010 hervorheben. Mit den Mitgliedsbeiträgen, Spenden und erwirtschafteten Gewinnen aus dem Tag der offenen Tür konnte unter anderem ein Heißwasser-Hochdruckreiniger für die Reinigung der Einsatzfahrzeuge, und ein zusätzliche Defibrillator (ergänzende Ausstattung) erworben werden. Für den Tag der offenen Tür wurden neue Werbeschilder und ein Banner gestaltet.
Bei der Tag-Nacht-Übung in Baumholder übernahm der Förderverein Übernachtungs- und Verpflegungskosten. Den gesamten finanziellen Aufwand erläuterte Kassiererin Klaudia Schuladen in ihrem Rechnungsbericht. Dabei erwähnte sie neben den größten Ausgabepositionen auch die Entwicklung der finanziellen Mittel.
Neben den bereits vom Vorsitzenden aufgezählten Beschaffungen übernimmt der Förderverein Kosten für eine Reinigungskraft im Feuerwehrhaus und die Abwicklung des jährlich erscheinenden „Florian-Kuriers“. Dieses Informationsheft erscheint immer Mitte April und wird kostenfrei an alle Westhofener Haushalte verteilt, seit der Ausgabe 2008 steht es auch zum Download auf der Homepage der Feuerwehr bereit.
Die ordnungsgemäße und genaue Führung der Kasse wurde der Jahreshauptversammlung durch die Kassenprüfer bescheinigt, daher konnten die Mitglieder dem Vorstand Entlastung erteilen.
Auch Jugendfeuerwehrwart Thomas Manschke konnte einige Neuigkeiten berichten. Fanden im Vorjahr noch die Dienste der Jugendfeuerwehr freitags statt, wurde der Termin im Jahr 2011 auf Mittwoch verlegt. Auch wurde der Übungsintervall von zweiwöchentlich auf wöchentlich verkürzt. Insgesamt 12 Jugendliche sind zurzeit Mitglied der Jugendfeuerwehr. Für das kommende Jahr stehen einige interessante Aktivitäten an, auch an Wettkämpfen möchte Thomas Manschke mit seinen Jugendlichen teilnehmen.
Bei den folgenden Wahlen wurde Klaus Sauer zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Wiedergewählt wurden die Kassiererin Klaudia Schuladen, Beisitzer Hansjörg Heuser und Wilhelm Klemmer. Neue Kassenprüfer sind Thomas Bork und Christopher Balz. Vor Durchführung der Wahlen verabschiedete Friedrich Bork noch den bisherigen 2. Vorsitzenden Bruno Daub, der dieses Amt aufgrund einer erhöhten beruflichen Belastung nicht mehr ausführen kann (Bild rechts).
Mit einer kurzen Ansprache dankte Bürgermeister Walter Wagner den Wehrleuten für ihren Einsatz und Engagement. Er nahm die Jahreshauptversammlung zum Anlass die Grüße von Thomas de Maizière auszurichten. Dieser lobte, noch in seiner Funktion als Innenminister, bei einer Veranstaltung im Landkreis ebenfalls die Arbeit der Feuerwehren und bat um Weitergabe dieses Lobs.
Auch die Verbandsgemeinde bemühe sich um eine fach- und sachgerechte Ausstattung ihrer Wehren, sei jedoch froh, dass es Fördervereine gibt, die ergänzende Beschaffungen ermöglichen.
Zusammen mit Wehrführer Daniel Parker und Wehrleiter Ortwin Horn konnte der Bürgermeister anschließend einige Ehrungen und Beförderungen vornehmen. Bereits im Jahr 2010 war Uwe Räder von seinem Amt als Wehrleiter der Verbandsgemeinde Westhofen zurückgetreten und entpflichtet worden. An diesem Abend beendete er seine aktive Laufbahn in den Reihen seiner Kameraden. Uwe Räder wurde mit der goldenen Ehrennadel der Verbandsgemeinde Westhofen ausgezeichnet.
Für 20jährige Tätigkeit in der Wehr ehrte der Bürgermeister Wolfgang Margara mit der Ehrennadel der Verbandsgemeinde Westhofen. Befördert wurde Wehrführer Daniel Parker zum Hauptbrandmeister, Hansjörg Heuser zum Löschmeister, Sascha und Bruno Daub zum Hauptfeuerwehrmann, Adriano Fragomeli und André Bohrmann erhielten jeweils die Beförderung zum Feuerwehrmann. Wehrführer Daniel Parker wurde zudem zum Verbandsführer bestellt.
Für den ausgeschiedenen Uwe Räder hatte Friedrich Bork noch eine besondere Überraschung. Für seine besonderen Verdienste, unter anderem als Gründungsmitglied und langjähriger Vorsitzender des Fördervereins, wurde er von den anwesenden Mitgliedern einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt.
Ortwin Horn nutzte die Gelegenheit um sich bei Uwe Räder nochmals für seine langjährige Tätigkeit zu bedanken. Bei der gesamten Feuerwehr bedankten sich außerdem insbesondere noch Herr Ortsbürgermeister Fehlinger für ihren Einsatz und TG Westhofen Präsident Markus Knorpp. Für die TG Westhofen hatte die Feuerwehr Westhofen im vergangenen Jahr wieder den Seebachlauf gesichert und war damit, aus Sicht des TGW Präsidenten, für einen sehr gut organisierten Ablauf mitverantwortlich.
Abschließend bedankte sich Friedrich Bork bei seinen „Mitstreitern“ im Vorstand des Fördervereins für Einsatz und Engagement des vergangenen Jahres. |